Als Kind erzählte mir mein Vater immer von Eriador,.. von den Menschen – Elben – Hobbits und Zwergen, er berichtete mir über die Ehre der Wachen über die Größe der Rechtschaffenen und über die Schutz bedürftigen, er erzählte mir davon als er noch jung war und selbst im Dienste eines großen Mannes stand – für Recht und Ordnung sorgte, er erzählte mir von den Abenteuern die er erlebte, von seiner großen Liebe . .. die in seinen Armen starb oft hat er vom grünen Land Eriador geschwärmt.
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Seid Tagen sitz ich an seinem Bett, ich halte seine Hand und kühle seine Fiebrige Stirn, seid Tagen spricht Vater im Wahn über das Übel was über ganz Mittelerde herziehen soll. Meine Brüder und Schwestern lasse ich schon gar nicht mehr ins Zelt, es wäre zu schwer ihnen jetzt all das zu erklären.
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Draußen höre ich die Dünen heulen,.. immer zum Abend hin, wenn hier in der Wüste der Wind aufkommt, singen sie,.. sie singen von vergangenen Tagen,.. von verlorenen Besuchern und dem stetigen Kampf ums überleben,. In der Tat ist es das,.. hier Tag ein Tag aus, ein Kampf um Wasser, um Nahrung und Schutz vor der sengend Hitze des Tages und der eiseskälte in der Nacht. Doch wir haben uns größtenteils daran gewöhnt,.. wir leben hier weil wir die Wüste lieben,.. weil wir,..- Vater lieben
Wer Vater ist?… das hat er uns selbst nie gesagt,.. er nannte seinen Namen nie,.. ob wir seine Kinder sind? .. ja.. -vielleicht sind wir es nicht aus Fleisch und Blut, aber er nahm uns auf und zog uns groß, wir sind die verlorenen Kinder der wüste .. uns.. hat der Krieg übersehen -er lehrte uns das kämpfen und das denken, er zeigte uns den Weg der Rechtschaffenheit,.. neben mir leben noch viele andere Kinder hier, da gäbe es zum Beispiel Aidaron,.. Glothan, Jeilse, Keita, Rogenor und viele andere,.. ich bin also eine von vielen,.. und 19 Sommer zähle ich, und wie die anderen weiß ich nicht woher ich stamme,.. ob aus Umbar,.. oder Harad,.. hier wo wir leben vermischen sich die Grenzen
Er erklärte uns, das es unwichtig sei woher wir stammen, wichtig ist das wir nun bei ihm sind..
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Ich halte noch immer seine Hand,.. obgleich in ihr schon keine Kraft mehr ist,.. ich sehe seine trüben Augen die leblos zur decke des Zeltes blicken,.. seine Haut überzogen von einem seichten Grauschleier, verloren von einstigen hauch des Lebens,.. es sind nunmehr fünf Stunden vergangen als er seinen letzten Atemzug machte,.. und ich begreife erst jetzt das er von uns gegangen ist,.. Fragen drängen sich in den betäubenden Schrei meiner Seele ,.. was sollen wir jetzt machen?… wo sollen wir hin?… was… wird aus uns…. aus mir?…
Ich löse meine Hand von der seinen und bette sie auf seiner Brust,.. das weiße Leinentuch zieh ich sorgsam über sein Gesicht und nähe die enden an einander,.. so ist es Brauch,.. ich lasse meine Brüder kommen und Vater hinaus tragen … wir haben einen Scheit errichtet worauf wir ihn für seine letzte reise legen… ich höre das Schluchzen und Weinen der Mädchen,.. das Murmeln der Jungs .. die einzige die schweigt,.. bin ich ..
Keita erteilt ihm die letzte Ehre und murmelt unter Ttränen das Gebet:
Herrin des Sandes, Vater des Windes
Schützt den Mann auf seiner letzten Reise,
geleitet ihn ins jenseits wo er Ruhe und Frieden findet,
gebt ihm Schutz und Kraft um wieder geboren in eine neues Leben zu finden,
gebt ihn Weisheit und klare Sicht um seinen rechtschaffenen Weg wieder zu beschreiten,
gebt ihm Gehör und Mut um für die Hilfe suchenden ein zustehen
Möge der Wüstensand, die Augen deiner Feinde blenden und möge der Wind deine Schritte zu uns zurück tragen,
.. lebe Wohl Vater. ..
Und wo sie die letzten Worte spricht, bringen die Jungs die Fackeln zum Scheit, der Moment des Abschiedes ist gekommen, wir alle straffen uns und senken die Köpfe, während die Flammen sich durch das Holz,.. durch das Leinen,.. und durch den Körper unseres Vaters fressen,..
Asche zu Asche . .
Ich gehe in mein Zelt und schlage die Decke um,.. ich nehme meinen Beutel… und schiebe achtlos die Sachen hinein die ich brauchen werde .. was ich hier tue? .. Ich gehe fort,.. ich ziehe aus um in die Fußstapfen meines Vaters zu treten .. ich will helfen wo meine Hilfe benötigt wird,.. ich will jene schützen die Schutz brauchen
Staub zu Staub …
Ich trete hinaus und sehe wie die Rauchfäden gen Himmel steigen,.. fast erscheint es mir so, als spüre ich sein Lächeln, das mir sagt das ich das richtige tue – ich nehme seine Stute und sitze auf,.. ein letzter Blick zu den Anderen,.. sie haben es wohl noch nicht bemerkt,.. ich lächle,.. eh sich nun auch meine Tränen einen Weg bahnen,..
Schnell treibe ich die Stute an und ihre Hufen graben sich in den warmen Wüstenboden .. .
Nun ist es soweit,.. mein Weg hat begonnen ..
Wer ich bin? .. ich bin Vane …ein verlorenes Kind der Wüste. .. übersehen vom Krieg und geliebt von einem Mann den ich Vater nennen durfte .. .
ooc: Wer ist „Vane“? Liest sich aber nach Lin. 🙂
Ist korrekt. Aber das ist der erste Blogeintrag von dir, Lin, bei dem ich tatsächlich mal Gänsehaut bekommen habe. Bleib an dem Charakter dran. Ich mag die Idee mit den verlorenen Kindern der Wüste.
*quitscht vor freude* danke danke *grinst breit und freudig*
Toll geschrieben Hase… weiter so…. wobei ich ja mehr auf die Rumbrüll Blogs von Antain steh xD *trotzdem mal zu boden flauschen tut*