Du führst den Kampf dein Leben lang
Nur leider führst du ihn nicht an
Du schneidest dich ins eigene Fleisch
Und leidest still, weil du es weißt
Du trennst dein Herz von deinem Verstand
Du kennst den Schmerz, ist dir bekannt
Du wirst geführt von deiner Angst
Weil du dein Schwert nicht führen kannst
An den Füßen gepackt, wie einen Sack Mehl hinter sich hergeschleppt. Die Arme lang, jede Kuhle im Boden ließ die schmalen Finger leicht zucken. Die Lippen blau, bleich die Haut – Stille, als würde sie schlafen. Kleine Äste, Steine, trockene Erde verfing sich in den langen, ebenholzschwarzen Haaren. Sie schwieg, wehrte sich nicht.
Sie konnte nicht.
Die Haut an den Armen riss auf, zu scharfkantig die Steine, hinterließen eine unsichtbare Blutspur auf ihrem Weg fort. Die Augen halb geschlossen, jeglicher Glanz seit Stunden verloren, der Kopf grotesk verdreht.
Die Luft stach schmerzhaft in der Brust, durfte doch kein Laut über die Lippen dringen. Die Haut wurde zu eng zum atmen, das Blut in den Ohren betäubte mit lauten Paukenschlägen die Sinne. Verklärt der Blick in glanzlose Augen.
Ein Lidschlag, der Jahre vergehen ließ, ein Blick aus toten Augen der traf – und eine leise, wohlbekannte Stimme.
„Es ist deine Schuld.“
Sie hatte Recht. Das war es.
Ein kalter Schauer ließ Elya hochschrecken, der Griff nach rechts, der Griff nach Halt ging ins Leere, ließ sie kippen und schließlich die wenigen Meter bis zum Erdboden ungebremst fallen. Verwirrt versuchte sie, sich zu orientieren, rappelte sich hoch auf alle Viere, den Blick noch immer zu Boden gerichtet. Die Bilder kamen ihr wieder in den Sinn, ließen eine scharfe Übelkeit aufkeimen, die Ohren begannen zu klingen.
Dieser Geruch…
Langsam hob sie den Kopf, den Stamm ihres Schlafplatzes neben sich, sah zunächst die Krallen, dann die Pfote, die dazu gehörte. Sah den zähen Speichel, wie er langsam zu Boden tropfte, spürte den heißen Atem im Nacken, hörte das unterschwellige Knurren – und blickte direkt in zwei Reihen gebleckter Zähne.
Erster Abschnitt (c) Thomas D – Mein Schwert
Passte einfach so gut.
ooc: Ein wunderbarer Text… Und ein sehr schöner Blog. Und wer oder was liegt da über ihr? O.O
*still nick*
*möchte einschlafen und mitträumen*