Geliebte Mutter,
endlich, nach einem Mond komme ich wiederdazu Dir zuschreiben. Es tut mir sehr Leid, dass es mir nicht früher möglich war. Vor genau einem Mond, bekam unsere Einheit ( Faust nennt man sie hier bestehend aus etwa 25 Mann) einen neuen Feldwebel. Er fiel in der großen Schlacht in die Hände des Feindes und kehrte zurück. Er kehrte zurück Mutter! Für unmöglich hatten alle dies erachtet. Niemand glaubte Ihm zuerst. Die Offiziere ließen Ihn zwei Tage von unseren Spezialisten verhören, und gelangten anscheinend zu dem Ergebnis, dass er die Wahrheit sprach. Die Truppe, und so auch ich, hielten Ihn weiterhin für einen Spion. Sein äusseres ist von übelster Folter gezeichnet und das sprechen scheint ebenso nicht zuseinen Stärken zugehören. Er ist nicht etwa ein großer Mann, wir haben größere….doch sei Dir gesagt…wir nennen Ihn den „Stein“. Als Pitrolil, einen Spaß über die wahrscheinlichen Entstellungen des Feldwebels an eines Mannes empfindlichster Stelle machte, brach er ihm in wenigen Augenblicken die Nase, den Kiefer und ein Handgelenk. Kein Wort, während seiner Handlung und auch danach nicht, verließ seine Lippen. Seitdem hüten wir uns Scherze auf Seine Kosten zumachen.
Dank Ihm, dem Feldwebel, sind wir nun Fernmelder. Wann immer es gefährliche Aufträge gibt, meldet er sich und somit uns freiwillig. Wir wollen Leben Ihm scheint es gleich zusein. Ach Mutter, warum musste ich nur den Schinken aus Harrods Haus nehmen? Ich hätte zufrieden sein sollen mit dem was wir hatten. Doch nun bin ich hier.
Vorletzte Woche war unser erster Einsatz. Ein Dorf der Diener der eisernen Krone galt es auszuspähn. Du ahnst nicht was uns dort wiederfuhr! In diesem kleinen Dorf gab es etwa 15 Männer, mehrere Fraun und auch Kinder. Wir kamen zu der Erkenntnis, dass es sich dort wohl wirklich um Leute handelt die den Feind unterstützten. Doch unser Auftrag war eigentlich klar. Herausfinden ob sie den Feidn unterstützen, in welcher Form sie dies vollziehen und danach Bericht erstatten. Doch alles sollte anders kommen. Es war am Morgengrauen des dritten Tages, wir wollten gerade aufbrechen, als ein kleiner Trupp von Anhängern der eisernen Krone das Dorf betrat. Angeführt wurden sie von einer großen Frau. Zu diesem Zeitpunkt hielt ich mich zufällig gerade neben unserem Feldwebel auf, dessen Gesichtsausdruck sich beim Anblick jener Frau schlagartig veränderte. Er stand auf….verließ unsere Deckung. “ Ihr wartet!“…waren seine Worte bevor er offen ins Tal zum Dorf maschierte. Mutter, mein Herz viel mir förmlich in die Hose! Die Jungs und ich schauten uns panisch an. Doch blieben wir wo wir waren.
Die Leute im Dorf sahen den Feldwebel natürlich sofort. Eine Ihrer Wachen begab sich nun in des Feldwebels Richtung. Der Feldwebels selbst ging in scheinbar völliger Ruhe auf die Wache und somit dem Dorf zu. Mutter, was meinst Du welches mein erster Gedanke war!? „Er ist doch ein Spion, und wird uns alle verraten!“, und so dachte nicht nur ich. Doch wir blieben. Ängstlich betrachteten wir weiterhin die Szene. Als der Feldwebel und die Wache einander trafen, griff der Feldwebel plötzlich blitzschnell an den Kopf der Wache. Mit einem lauten Krachen des Genicks, welches wir sogar hier hörten, ging der Wachmann zuboden. Sofort entstand ein Tumult im Dorf. Männer und Frauen griffen zu den ihren Waffen, Mütter flohen mit Ihren Kindern in die Häuser….der Feldwebel begann zulaufen. Ach, geliebte Mutter. Wir alle waren wie gelähmt. Während des laufens zog der Feldwebel seine beiden Rabenschnäbel. Das sind Waffen Mutter, Hammer mit je einem angespitzen Ende. Noch ehe wir uns versahen hatte er 8 Männer auf seinem Weg ins Dorfzentrum niedergeschlagen. Er hielt nicht inne! Im vollem Sprint lief er dirket auf jene große Frau zu. Auch Mütter mit Kindern die Ihm in den Weg kamen vielen erbarmungslos unter seinen Schlägen. Als er die Frau erreichte stand Ihm kein gegner mehr im Weg. Alles floh oder versteckte sich. Im vollem Lauf ließ er seine Waffen fallen, packte jene Frau am Kopf und schlug diesen, mit einer kurzen Kraftvollen Bewegung gegen die nächste Steinwand. geräuschlos sackte diese zuboden.
Schweratmend stand der Feldwebel nun im Zentrum des Dorfes. Um Ihn herum Leichen von Fraun, Männern und auch Kindern. Wir warteten auf einen Schrei oder einen Befehl seinerseits, der unsere lähmung beenden würde, doch nichts geschah. Der Feldwebel sammelte seine Waffen ein, nahm ein paar Fackeln, zündete die Häuser an und kehrte ruhigen Schrittes zu uns Zurück. Mutter, nun sprach er den bisher längsten Satz zu uns und starrte dabei durch uns hindruch. “ Zarroc Angor´s Peinigerin der Schmerzen is nu nich mehr……Abrücken!“
Geliebte Mutter, geliebter Vater, geliebte schwester und geliebter Bruder,
betet für mich, betet auf das meine Angst gelindert wird und ich bald heil zu Euch nach hause kommen kann. Zum ersten mal fürchte ich etwas mehr als den Feind. Ich fürchte Feldwebel Zarroc Angor, und bin wahrhaftig nicht der Einzige.
Euer Euch liebender Sohn
Tad
mist, wie füge ich nochmal dieses more tag ein?
Text editiren, in die Zeile gehen ab der getrennt werden soll und das Icon rechts vom Bäumchen für „Bild einfügen“ klicken.
thx
Nette Idee, das. 😉
Aus irgendeinem Grund bin ich gerade froh, dass Dankmar sowas noch nicht mit seinem Feldwebel erlebt hat 🙂 und dass Giselher zumindest nah an den Begriff Freund kommt 😀 Sehr genial…
toll geschrieben,sehr lebendig *Gänsehaut hat* 🙂
*einen auf Tim Taylor machen tu* HRHR… ich mag Zarroc 😀
Boah! *Gänsehaut hat* wow ! ich bin begeistert
aber ich mag Zarroc auch…. 🙂
ooc: Die Idee finde ich sehr schön. Allerdings – wäre das etwas für den ab 18-Bereich?
Na nu übertreib mal nicht 🙂
Ich denke auch dass. wer schonmal Tom und Jerry gesehn hat, dieser Blog nun wirklich nicht zu schlimm ist.