Ich habe einem zum Tode verurteilten die Hand gereicht. Das erste Mal das ich mich mitschuldig fühle. Ich habe ihn als erste aufgegeben…richtig,verkehrt ich werde es nie wissen. Er nahm mich nicht wahr,weder als Mensch noch als Vorgesetzte. Die Schuld suchte ich bei mir und doch..überließ ich sein Schicksal anderen. Meinem Posten gerecht zu werden handelte ich sicher richtig. Manchmal beschlich mich auch der Gedanke er drängte mich mit Absicht in die Richtung weil er seinen Weg woanders sah und in seinem Handeln die einzige Möglichkeit ihn zu gehen. Ich fühlte mich benutzt, dafür verachtete ich ihn. Rücksichtslos ging er seinen Weg weiter sofern er ihn wirklich sah. Bis…bis er wohl zum ersten Mal wirklich spürte was dienen, einen Menschen achten, Treue bedeutet. Leider nicht bei jenen an die ihn sein Eid band. Wohl blind wohin das führt ging er diesen Gefühlen nach. War bereit sein Leben zu geben für diejenige die ihm diese Gefühle vermittelt hatte. Das es damit schon besiegelt war sah er nicht. Und doch…nach der Erkenntnis was ihn trieb hatte er zumindest dafür meine Achtung . Nicht für den Verrat an jenen denen meine Treue gilt und für die ich mein Leben geben würde. Dafür das er dazu in der Lage war sie überhaupt jemanden entgegen zu bringen. Das zu können hatte ich ihm bis kurz vor seinem Tod abgesprochen, war in meinen Augen verachtungswürdig. Zu sehen aber wie tief das Gefühl zu seiner Herrin war, wie er sie sah…vielleicht noch tiefer als es hätte sein dürfen… Dafür gab er sein Leben und ich ihm das Versprechen auf sie zu achten und sie zu schützen so gut ich es vermag. Das wird mich nun immer an ihn und auch sie binden. Das Versprechen an einen Toten…der erst durch seinen Tod und die Umstände darum meine Achtung wiederfand.
Schuld, Sühne…Sinn?Mewen Faron25. Januar 2009 • Kommentare: 2 • |
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Öy! Ik bin aber schon alleene groß! Ik kann uff mia uffpassen 😀 – sehr schön geschrieben, kurz aber dennoch aussagekräftig 😀
*schnüfft und nimmt Mewen in den Arm*