Neulich hatte ich Besuch. Kaum zu glauben wer da an meine Tür geklopft hat. Ari. Aus dem Nichts. Ich hätte nicht gedacht, dass sie diejenige ist, die auf mich zukommt. Vermutlich verdanke ich das Heridan. Keine Ahnung was er ihr gesagt hat, aber plötzlich stand sie da. Mit einer Schachtel von den Bonbons, die ich so gern mag. Er hat ihr wohl ins Gewissen geredet und das als Vorwand benutzt, sie zu mir zu schicken. Offensichtlich war sie ja vorher bei ihm. So wie sie aussah. Verband. Blut. Gestoßen…an einem Schrank, hat sie gesagt. Ja sicher. Wir haben lange geredet und ich glaube sie hat ihren Frieden gemacht. Zumindest was mich betrifft. Ich glaube sie hat vergessen, dass ich sie schon fast mein ganzes Leben lang kenne. Hinter all dem Zwinkern und dem Lächeln, sehe wie sie sich wirklich fühlt. Wenn sie nicht mal mir die Wahrheit sagt, wem dann? Wen hat sie denn zwischen all ihren Männern, die nur eine Nacht lang Trost spenden und all den Flaschen, die sie vergessen lassen? Ich muss mir keine Sorgen machen, sagt sie…Natürlich nicht. Sie kommt klar. Wie sie es immer getan hat. Trotzdem…was sie braucht, ist eine Freundin. Eine Schwester.
Ich war froh zu hören, dass sich die Lage für Finh scheinbar gebessert hat. Wie immer hielt sie die Details, die mir Sorgen machen könnten zurück. Bei allem was sie so erzählt hat. Ein Schrank. Natürlich. Ich glaube sie ist schon genauso gespannt auf das Würmchen, wie ich. Ob es Ähnlichkeit mit ihm hat. Als ich erzählte, dass ich eigentlich sie und Finh als Paten haben wollte, hat sie nur den Kopf geschüttelt und gegrinst. Unverbesserlich, wie eh und je und letztlich doch die richtige Entscheidung getroffen, hat sie gesagt. Nur weil sie es hier nicht aushält, soll ich das nicht auch tun. Dabei wollte ich immer so sein wie sie. So stark. Unbeugsam. Es ist gut das ich hier bin. Nicht mehr im Dreck. Finh würde das auch so sehen. Ich weiß.
Alles ist anders. Wir alle drei kämpfen. Nur auf unterschiedlichen Wegen. Ich glaube meinen Kampf allmählich zu gewinnen. Das anfängliche Gefühl einer Heimat schleicht sich langsam wieder ein. Auch wenn ich mich wehren wollte. Sie genauso als Mörder sehen wollte wie Ari. Kann ich das nicht mehr. Zuviele Menschen die ich mag…zuviele Dinge die mir gut tun. Auch wenn ich seine Entscheidung, ihn zu töten, noch immer für falsch halte. So bessert sich das Verhältnis dennoch. Ich meide dieses Thema und er sollte es auch. Ich hoffe ich konnte das durch meine Frage verdeutlichen. Natürlich hätte ich andere gehabt, aber wozu sie stellen? Es ändert ja doch nichts daran.
Zuviele Menschen mit einem guten Herz, die ich nicht hassen kann. Zuviele Menschen, die soviel geben und sich bemühen. Ich werde nie eine andere Familie haben als euch beide und sein Kind, aber…es fühlt sich fast genauso an. Menschen die sich sorgen. Die sich kümmern. Versuchen drohendes Übel abzuwenden. Mit denen man lachen kann oder Unfug planen. All das was ihr auch getan habt. Auch wenn ich euch vermisse, sehr sogar, bin ich froh darüber hier zu sein. Auch wenn ich mich dadurch ein wenig so fühle, als würde ich euch verraten. Obwohl ich weiß, dass ihr darüber genauso froh seid wie ich. Alles ist anders.
Arme Fianah… Aber es wird!
*schluck* Wirklich schön.
Schon gespannt ob es ein Mädchen oder Junge wird*rumhüpf*
Ha! Ich weiß was sie gewürfelt hat! Aber ich habe leider keine Ahnung, was das bedeutet 😀
Aber ich.
Joa…dabei dachte ich, ich hätte es schon aufgelöst *gg*