Sehr geehrte Hoheit, Sybell Winthallan

Briefarchiv
11. November 2010 • Kommentare: 0

Sehr geehrte Hoheit, Sybell Winthallan, Fürstin zu Minas Faer und Herzogin von Ost Agar.

Ich wende mich weiter hilfesuchend an euch, ich weiß das ihr nicht gewillt wart mich an zu hören, darum suche ich die Worte die ich auch die ganzen Tage auch an euch richten wollte mitunter in in diesem Brief da mir die Möglichkeit euch persönlich auf zu suchen nicht gegeben war.

Warum ich das schreibe ist zum einen um verzeihung zu bitten und in der Hoffnung etwas Verständis zu erfahren auch wenn ich kaum hoffen darf das ihr akzeptanz dafür findet.

Ich habe auf meinem Weg hier hin viel erduldet und war bereit alles weiter zu dulden, da ich durchaus gelernt habe. Auf Anraten von Herrn Eglainon und Heridan vertraute ich mich eurem Gatten an, das stellte sich als Fehler heraus da euer Gatte fest stellte das dem nicht so sei. Herr Eglainon und Heridan erklärten mir das der Eid den ich schwor nicht bindend sei da ich ihn unter Zwang geleistet hätte. Euer Gatte hielt das nicht für gegeben und legte fest das ich die Strafe weiter aus zu führen habe was ich dann auch tat. Im alltäglichen Leben stellte sich aber dar das dies nicht mehr möglich war. Freiherr Elteror warf einen Tee den ich ihm anreichte an die Wand und schrie mich an das er sich nicht von einer Freiin bedienen lassen würde. Ich sprach wiederum mit eurem Gatten der mich anwies ich solle mich an meine Herkunft erinneren und meine Arbeit erledigen.

Ich versuchte es doch es wurde nicht besser, also suchte ich das Gespräch mit Lady Aldorn auf anraten von einigen Mitgliedern des Haushaltes. Sie sagte mir ich solle einfach sein wie ich bin und alles würde gut werden. Wieder versuchte ich diesem Ratschlag zu folgen doch ich schaffte es nicht Magd und Freiin in einem zu sein.

Als ich euch aufsuchte und euch um Hilfe bat wurde festgelegt das ich Gesellschafterin werden sollte, in dieser Funktion suchte ich Gräfin Valdoran auf bei der ihr mir sagtet das ich mich vielleicht ihrer annehmen könne und versuchen solle ihr zur Seite zu stehen, euer Auftrag war es sie vielleicht dazu zu bewegen ab und an sich im Haupthaus sehen zu lassen, möglichst auch einmal in einem Kleid und nicht in den ihr eigenen Reithosen.

Ich nahm diese Aufgabe also dankend an bis zu dem Tag als ich Gardist Faeryllian bat das er mich nicht Herrin sondern vielleicht eher mit Freiin oder Baroness ansprechen möge, er hatte nur eine fast abfällige Bemerkung dafür über. Wiederum suchte ich den Rat eures Gatten da mir die Ansprache Herrin etwas befremdlich wirkte da ich mich nicht als seine Herrin sah, euer Gatte stellte mich darauf hin in Frage und in meiner letztlichen Verzweiflung sagte ich Dinge die ich so nicht meinte, ihr setztet darauf hin fest das ich in Zukunft weder meinen Titel noch meinen Namen tragen durfte, einzig als Cwenwesc sollte ich noch bekannt sein. Ich nahm diese Strafe dann auf, auch wenn es mir wieder Pein bereitete im ersten Moment. So war die Strafe die einst fest gelegt wurde wieder fast vollständig gegeben. Ich schluckte auch alle Schmähungen die mir Gardist Faeryllian in der folge angedeihen lies im Wissen das jeder Erwähnung dessen sicher wieder Strafen nach sich ziehen würde.

Ich tat meine Arbeit zurückhaltender, kümmerte mich um die zwischenzeitlich vier Gäste die das Haus beehrten nach deren vollsten Zufriedenheit und zog mich aber so gut es ging zurück um nicht noch mehr für Unannehmlichkeiten zu sorgen.

Die Anstandsdame Fräulein Apfelzweig nahm ich Widerspruchslos auf, ertrug ihre zeitweise eigenartigen Belehrungen kommentarlos, tat was sie verlangte, wartete jeden morgen nach dem Aufstehen darauf das sie aus ihrem Zimmer trat und harrte der Dinge die sie mir da auftrug.

Über meine Bitte diesbezüglich habe ich bis heute keine Entscheidung gehört und es hingenommen.

Auch ertrug ich das mich Fräulein Cutting als Dirne titulierte, auch das verhalten der Frau die in geleitung von Herrn Izkhariot kam nahm ich hin.

Ich entsprach auch dem Wunsch den Namen des Mannes zu nennen der mich so peinigte, trotz ich für mich beschlossen hatte diesen Namen nie wieder aus zu sprechen.


Ich suchte auch euren Rat betreffend Lady Aldorn, das sie sich verhalten soll wie sie es tut lag so dar und auch dieses nahm ich als gegeben.


Schließlich durfte ich Eondra kennen lernen, ich verliebte mich unsterblich in ihn, nie hatte ich gehofft das ich jemanden wie ihn kennen lernen dürfte, nie gehofft das diese Gefühle auch noch erwidert wurden.


Das Anliegen das ich meinen Namen zurück erhalte wurde von eurem Gatten abgelehnt, dabei ging es mir nur darum nicht in Verlegenheit zu geraten Eondra anlügen zu müssen. Ich akzeptierte die Entscheidung wiederum und als Eondra es zufällig erfuhr war es mir auch nicht mehr so wichtig.


Das ich dahingehend Fehler gemacht habe wurde durch mich erkannt, vor allem an dem Abend an dem ich aus Verzweiflung wirklich sehr dumme Dinge tat, tut mir aufrichtig leid.

Es war mir an diesem Abend nicht mehr möglich normal zu denken, zu viel war passiert und geschehen, dennoch war es dumm wie ich handelte.


Das meiste was dann folgte erlebtet ihr selbst, teilweise sehr nah und ich hätte viel darum gegeben wenn ich die Möglichkeit gehabt hätte euch dort bei Seite stehen zu dürfen.


Zumeist nahm ich hin. Davon unbenommen habe ich sehr wohl aufgefasst was ihr mir gutes getan habt, nur ist nach dem vielen auf und ab er für mich manches mal schwierig das zu erkennen, sofort Vertrauen zu haben das auch als solches zu erkennen.


Wenn ich mich im Zorn verleiten lassen habe etwas zu sagen was verletzend war möchte ich mich sowohl bei euch als bei eurem Gatten in aller Form entschuldigen.


Zu Letzt möchte ich doch noch darum bitten das ihr eure Entscheidung nochmals überdenkt, wenn nicht für mich dann vielleicht für Eondra oder für uns beide. Oder mir zu mindestens die Möglichkeit ein zu räumen mich zu verabschieden. Nicht nur von Eondra sondern eben auch von anderen liebgewonnen Menschen hier.



Cwenwesc.

Cwenwesc schließt den Brief ab und bittet die Wache vor dem Haus ob sie zulassen würde das ein Bote heran tritt. Gardist Mornadae nickt dieses ab und so tritt ein Bote heran dem Cwenwesc die Botschaft sowie Entlohnung gibt und sendet ihn aus zu Sybell.

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