Ein Loch. Das war es was sie gerade brauchte. Irgendwo…ganz egal…nur ein kleines. Hauptsache sie passte hinein. Verstecken schien in Anbetracht der neuerlichen Entwicklungen wirklich verdammt verlockend. Nein, nicht nur verstecken. Einfach weg sein. So als hätte es sie nie gegeben. _Das_ war es was sie am liebsten wollte. Nicht zu vergessen…schreien. Ihr ganzer Körper wirkte zum zerreißen angespannt. Schreien sollte helfen. Aber auch das konnte sie nicht.
Sie hatte Dinge ins rollen gebracht, die ganz entsetzlich schief liefen. Nahm sie die Sachen einfach wirklich nicht ernst genug? Vermutlich…immerhin hatte er ja immer Recht. Dabei bemühte sie sich doch um sorgfältiges Abwägen. Aber nein…es stimmte. Zuviel, was sie nicht bedacht hatte. Zuviel, was in falsche Richtungen lief. Zuviel, was sie gesagt hatte, was sie nicht hätte sagen dürfen. Besser wäre es wohl schweigend durchs Leben zu gehen. Besser wäre es gar nicht zu gehen. Wenn sie einfach für immer hier sitzen blieb, konnte sie ja nichts mehr falsch machen. Elendes Selbstmitleid. Aber mittlerweile hatten ihr einfach zuviele Menschen gesagt wie dumm sie wäre. Langsam glaubte sie es auch. Obwohl ihre Absichten stets gute waren, entwickelten sich daraus ständig Ereignisse, die sie nicht beherrschen konnte. Ein Hinterhalt. Ja…das war wirklich extrem dumm.
Die einzige Sache, welche von ihr aus ging und die ausnahmsweise gut lief, war die Feier. Dort schien jeder seinen Spaß gehabt zu haben. Eine Rolle macht sovieles leichter. Auch wenn sie alles andere, als eine geübte Schauspielerin war…vielleicht sollte sie sich einfach eine neue Rolle schreiben. Eine, die klüger wäre, als sie. Eine, die mit dem Kopf handelt und nicht mit dem Herz. Was würde so eine Person in Fianahs jetziger Lage wohl tun? Während ein Mann ihr sagte, sie solle nicht zu lang wegbleiben und der andere schon auf der Suche nach einem neuen Versteck ist. Vermutlich abwägen, was genau nun am sichersten für sie und ihren Sohn wäre, denn Gefahr bargen beide Optionen. Das war es was sie tun sollte. Objektiv abwägen. Genau.
Ungeachtet leidlicher Tatsachen, wie der, dass sie die letzte Nacht in ihrem Haus tatsächlich sehr genossen hatte. Sie sollte sich nicht fragen was dieser Mann nun an sich hatte, dass sie einfach nicht von ihm los kam. Denn dahingehend war es definitiv besser zu bleiben. Aber das hatte nichts damit zu tun, wo sie nun sicherer wäre. Sie sollte genausowenig daran denken, wie glücklich sie am ersten Morgen war, als sie hier aufwachte. Das sie all das verlieren würde, wenn sie ging. Sie sollte schon gar nicht über eine Präventivehe nachdenken. Ebensowenig sollte sie an die Abende in dem kleinen Häuschen mit Karten und Erdbeerschnaps denken. Wie sie sich diese zurücksehnte. Nein…all das waren Gedanken, die jemand der mit dem Kopf entscheidet nicht denken darf. Also musste sie sie beiseite schieben. Dringend.
Ja tu es! *g*
Nicht zu vergessen die Mehlbärte!
Ihr beide lest wohl gleich schnell? *gg*
Ja 😀