The Winthallans 4.8 – Decent murder

Aranglir Astorad
29. Juli 2011 • Kommentare: 9

BLUT FÜR BLUT!

Als der Ruf durch die Stadt hallte, wusste Aran, daß Lheonie versagt hatte. Als wäre plötzlich alle Müdigkeit von den Verteidigern abgefallen, erhoben sie sich unter dem Banner Winthallans und begannen, die Angreifer zum Teufel zu jagen. In diesem Augenblick erschien es Aran, als würde die Zeit viel langsamer vergehen. Und während Alagos von der ankommenden Flut eingeschüchtert langsam nach hinten trabte, überblickte er, Aran, Sohn aus dem guten und treuen Hause Astorad, das Schlachtfeld.
Der Plan und die Aufgabenverteilung waren eindeutig gewesen. Während es an Lheonie war, Winthallans  Erstgeborenen zunächst zu umschmeicheln und schließlich mit Hilfe der Männer auszuschalten, die Brenneghan ihnen mitgegeben hatte, war es an Aran, Athertons Truppen beim Sturm gegen die Stadt zu führen und die Verteidiger immer weiter zu schwächen. Und nachdem es Salas endlich gelungen war, Izhkarioth auf seine Seite zu ziehen, war es nun an dem Kämmerer des Herzogs, der Schlange das Haupt abzuschlagen. Zuletzt war schließlich Seneschall Aldorn vor Salas in die Knie gegangen. Aran hatte Atherton zu diesem letzten geglückten Schachzug gratuliert.

„ERSTE SCHÜTZENREIHE! DECKT SIE EIN! SCHILDWALL HALTEN! ZWEITE SCHÜTZENREIHE NACH WESTEN! GESTATTET IHNEN KEINE EINFALLPFORTE!“

Seine Stimme brach beim letzten Befehl, obwohl er sicher war, daß das Kommando von allen verstanden worden war. Schon verdunkelte ein Pfeilhagel den grauen Himmel und deckte die Truppen Theron Winthallans ein. Sein Blick wanderte wieder zu den Truppen im Norden, denen nur noch das kleine Banner des Elben entgegenstand. Seit Stunden beharkten sie nun schon den kläglichen Rest von Cinlir Winthallans Truppen. Aber jetzt, allein durch den Ausruf und die Ankunft des prinzlichen Banners war dieser Rest von neuem Kampfesmut erfüllt.
Aran erkannte einen Verlust, wenn er einen sah.
Er wendete Alagos und ritt so schnell er konnte zu den Zinnen am Südtor, wo Atherton zuletzt Stellung bezogen hatte. Dort angekommen sprang er vom Rücken des Tieres und spurtete die Treppen hoch…
… um zu sehen, wie Aldorn über Athertons Leiche stand und Worte mit dem Bannerträger wechselte. Um zu sehen, wie der verdammte doppelte Verräter sein Schwertgehänge und seinen Ring abgab.
Und wieder war es ihm, als würde die Zeit langsamer verlaufen, als er nach vorn preschte, dem Soldaten zu seiner Linken mit dem Panzerhandschuh hart ins Gesicht schlug, den Soldaten zu seiner Rechten von der Zinne schleuderte, unter dem Schlag des dritten hindurchtauchte, dabei die Zweihänder vom Rücken hob und die Klinge bis zur Parierstange in Aldorns Seite vergrub, der begonnen hatte, sich überrascht umzuwenden und nun nur starr in die Augen des weit jüngeren Mannes blickte.
Die folgenden Bewegungen waren sehr schnell. Aran erinnerte sich später nur noch daran, daß er einen Sprung über die Zinnen gewagt hatte. Er konnte das Geräusch seines brechenden Beines noch immer hören. Und den Geruch der Toten, unter die er sich gemischt hatte, um nicht gefunden zu werden und erst in der Dunkelheit der Nacht wie ein geschundenes Tier davonzukriechen… Diesen Geruch würde er wohl nie wieder aus der Nase bekommen.

  1. Sybell sagt:

    Nooooooooooooooin Gisi!
    Und pah, mein Char versagt. Sowas…
    …verdammt. Jetzt muss ich auch Lheo tippeln *g*

  2. Gwaethil Eglainion sagt:

    Denk Dir doch eine Geschichte dazu aus. Ich bin gespannt.

  3. Sybell sagt:

    Aber ich find’s grandios, dass er sich zwischen den Toten versteckt und dann flieht.

  4. Cinlir Winthallan sagt:

    Aufrührerisch sein ist gar nicht so leicht, merk ich mal.

  5. Fianah sagt:

    Jaaa! Rache für Atherton! Yay \o/

  6. Giselher sagt:

    Noiin, ich glaube mich hats erwischt! 🙂

  7. Heridan sagt:

    Quatsch, Giselher wird gerettet! Das Licht der hohen Glatze darf nicht verlöschen.

  8. Sybell sagt:

    Aber nur so in die Seite so *fuchtel*

  9. Sethur sagt:

    Wuuhu! Grandios! *glücklich in der epischen 4.8-Geschichte versink*

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