„Najisa, ihr seid meine Schreiberin, richtig? Das heißt, ihr dient unter anderem dazu, Dinge zu bezeugen. Nicht wahr?“
„Ja, das tue ich.“
„Dann bezeugt dies: Ich gestatte wissentlich und willentlich, daß Immertreu die Klinge gegen mich führt – und obsiegt – sollte ich ihre Geheimnisse veruntreuen. Sollte dies geschehen, hat niemand der anderen gegen sie Hand, Schwert oder Wort zu erheben.“
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Archiv der Kategorie ‘Immerschatten’
VerlorenImmerschatten17. Juni 2008 • Kommentare: 5 |
Ruhe vor dem SturmImmerschatten12. Juni 2008 • Kommentare: 6 |
„Was läßt euch so sicher sein, ihr würdet unterliegen?“
„Ich werde mich nicht verteidigen.“
„Das macht die Sache kompliziert. Aber nicht unlösbar.“
Elyawyn seufzte leise. „Seht davon ab. Sobald ihr die Klinge erhebt werde ich fort sein.“
„Dann sagt mir, was ich lernen muß, um euch zu helfen.“
„Bitte?“
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Was wäre, wenn…?Immerschatten11. Juni 2008 • Kommentare: 5 |
„Es wird gut werden.“ Die unerschütterliche Sicherheit dieser Worte klang noch lange, nachdem der Fürst den Raum verlassen hatte, in ihren Ohren.
Nein, nichts würde gut werden. Das war schlicht nicht möglich.
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CredoImmerschatten10. Juni 2008 • Kommentare: 6 |
„Wieso sollte ich den Hals meiner Leute – und meinen eigenen – riskieren, nur um, wenn man euch dann rettet, euren hübschen Hals zu verdrehen?“
Hatte sie das nicht erklärt? Hatte er es nicht verstanden? So… war es einfach.
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..wenn du dort nur einen Schatten findest, fragst du dich vielesImmerschatten9. Juni 2008 • Kommentare: 10 |
Elya beendete diesen Satz, kaum lauter als ein Windhauch klang ihre Stimme. Najisa wand den Blick wieder von ihr ab, sah nach vorne, hinaus in die Nacht.
Das Rauschen des Wasserfalls dröhnte über die Siedlung.
„Ich hoffe, es sind nicht so viele Schatten…“ Leise, den Blick weiter geradeaus hatte sie still gefragt. Elya sah zur Seite, ließ den Blick über Najisas junges Gesicht gleiten, antwortete ihr ohne ein Wort zu sagen.
Es waren viele, verschmolzen zu einem einzigen großen. Und er trug Laiwyns Gesicht.
Ihr eigenes.
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Von gebrochenem Stolz und gefundenem MutImmerschatten8. Juni 2008 • Kommentare: 8 |
Verband. Noch einer. Und noch einer. Noch immer starrte sie durch sich selbst hindurch auf den Boden.
„…lasst es, der Tag war schon aufregend genug.“
Najisa wandte sich ab und ging zur Tafel, Milch holen. Reowin blieb gerade so hocken, auf dem Podium oben, schmunzelnd. Idiot.
„Dieser Tag hat ihr zwei Dinge gezeigt.“
Im Hintergrund das Geräusch von Milch, die ihren Weg in zwei Becher fand.
„Zum einen die Schatten, die einen irgendwann einholen und zum anderen Vertrauen, hm?“
„Denkt drüber nach.“
Dabei hatte sie sich so geschworen, gerade das nicht zu tun.
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Wenn Masken fallenImmerschatten6. Juni 2008 • Kommentare: 2 |
„Du willst mir nicht helfen, GUT! Aber denke nicht, dass ich mir alles gefallen lasse! Ich habe mit dieser verdammten Aufgabe schon so viel durchmachen müssen! Ich musste mit verdammten Eichhörnchen reden, ich muss auf eine verdammte Göre aufpassen, ich musste mit diesem Drecksack von Waffenmeister reden und seine verdammte Berziehung mit dieser Frau schlichten, nach mir wurden Messer geworfen und was weiß ich was mich noch erwartet. Du willst mir nicht helfen meine zweite Chance zu kriegen – Gut! Das Schwert behalte ich bis du gelernt hast, wann man Waffen einsetzt!“
Reowin wandte sich ab und wollte zornig davonstampfen, Elyas Schwert noch immer in der Hand. Weiterlesen »
Von vergangenen TagenImmerschatten5. Juni 2008 • Kommentare: 2 |
„Wie lange werden sie uns hier behalten?“ Erelya blickte ihrer Schwester ins Gesicht, suchte ihre Augen, suchte einen Funken Hoffnung, an den sie sich klammern konnte. Doch Laiwyn blickte zu Boden, schüttelte langsam den Kopf, ballte eine Faust und schwieg.
„Lai…?“
Hinter ihr flogen die schweren Umhänge des Zelteinganges beiseite, sie hörte Schritte, schloss den Mund und hielt die Luft an.
Zu spät.
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Zwei Schritt vor und drei zurückImmerschatten4. Juni 2008 • Kommentare: 16 |
Zu nah. Zu nah, viel zu nah. Den ganzen Abend lang verfolgt. Im sicheren Hafen. Sie verstand nichts mehr. Zu früh getraut? Schien so.
Reowin überbrückte die wenigen Schritte, die noch zwischen ihnen waren, zu schnell, als dass sie handeln konnte. Rücklings drückte sie sich an die Mauer, verzweifelte Suche nach Abstand. Erfolglos.
„Schritt.. zurück.“ Ihre Stimme klang dünn, fremd für sie selbst. Es war die Angst.
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Schlüssel und SchwertImmerschatten3. Juni 2008 • Kommentare: 5 |
„Verstehst du, was ich sagen will?“
Elya dachte nach, lange, zähfließender Brei an Gedanken, kaum formbar. Verstand sie? Vielleicht. Verwirrend war es, der ganze Tag war es gewesen. Die ganzen letzten Tage, jeder einzelne, war es gewesen. Langsam nickte sie angedeutet, hörte sich selbst sprechen.
„Ich glaube… ich glaube schon, ja.“
Antain nickte, wandte sich ab und ging zu ihrer Truhe, holte ein Schwert heraus und hielt es Elya hin.
Das einzige, was es nun zu tun galt, war jenes zu ergreifen.
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